Wissenschaftliche Daten belegen die positiven Effekte städtischen Grüns für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Die Entwicklung unserer Grün- und Parkanlagen zielt darauf, die Attraktivität der Stadt zu steigern, Biodiversität zu verbessern und Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Sie reduzieren Luftverschmutzung, mildern den Hitzeeffekt, halten Luftfeuchtigkeit, kontrollieren den Abfluss von Regenwasser und reduzieren Lärm. Es entstehen Orte von Begegnung und Naherholung. Diese Erlebnis- und Freizeiträume steigern die Lebens- und Aufenthaltsqualität, senken Stressbelastung und verbessern die Gesundheit der Stadtbewohner:innen. Nicht hoch genug zu schätzende Werte!

In den letzten Jahrzehnten wurde der Wert von städtischem Grün hauptsächlich in Ästhetik und Schönheit gesehen. In der jetzigen Zeit sind umweltrelevante, gesellschaftliche und ökonomische Aspekte bei der Bewertung in den Vordergrund gerückt. Es braucht eine zukunftsfähige Infrastruktur. Außer Frage: Kosten für Pflanzung und Pflege des öffentlichen Grüns sind hoch. Verhältnismäßig gesehen ist der Nutzen der Maßnahmen weitaus höher.


Wir wissen, dass wir erst am Anfang von dringend erforderlichen Klimaanpassungen stehen. Auch bei privaten Flächen sollen Veränderungen initiiert werden. Gut also, wenn die öffentlichen Flächen hier Vorzeige- und Modellcharakter haben und die Bevölkerung überzeugen und zu eigenem Tun animieren. So sehen wir die Entsiegelung befestigter Flächen, die Neuanlage von Grünflächen und die Verwendung von hitze- und trockenheitsverträglichen Pflanzen als ganz praktische Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung. Wir begrüßen deshalb die vorbildliche Initiative und Planung von Stadtraum und freuen uns auf die Ergebnisse.

Sabine Mock, Sprecherin für Entwicklung und Nachhaltigkeit

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