Mit dem Lockdown im März wurden die Lücken im Bereich der digitalen Bildung offensichtlich. Obwohl die digitale Richtlinie seit dem Schuljahr 2019/20 umgesetzt werden muss, geht die Ausstattung der Schulen hier nur schleppend voran. Aber auch vielen Eltern fehlten die notwendigen Endgeräte zuhause. Wir begrüßen die Initiative des Bundes, den Ländern finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um durch das Sofortausstattungsprogramm Schüler*innen mit Endgeräten zuunterstützen. Die Stadt Trier erhält hier rd. 737.000 Euro. Nach einem festgesetzten Kriterienkatalog und ihrer pädagogischen Einschätzung entscheiden die Schulen, welche Kinder und Jugendliche Endgeräte leihweise für das Homeschooling erhalten. In einem zweiten Förderprogramm des Landes werden weitere Geräte zur Verfügung gestellt, nämlich pro vier angeforderter Geräte ein zusätzliches. Bezeichnend ist, dass 33,8% der Geräte von Grundschulen und 41,5% von Realschulen Plus angefordert wurden. Alle demokratischen Parteien begrüßten in der letzten Stadtratssitzung diese Förderprogramme. Die AfD lehnte die Vorlage mit einer haarsträubenden Argumentation gegen digitales Lernen in der Grundschule ab. Mit dieser Ablehnung verweigerten sie jedoch auch den Realschulen Plus, den Gymnasien und den Berufsbildenden Schulen die erforderliche und dringend notwendige Unterstützung.

Carola Siemon

Schulpolitische Sprecherin

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