Rund 200 Stolpersteine erinnern in Trier an jüdische und andere Einwohnerinnen und Einwohner, die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungsideologie zwischen 1933 und 1945 wurden. Mit dem Novemberpogrom 1938 entfesselten die Nazis die Gewalt, die zuvor in Gesetzen, Verleumdungen, Enteignungen und Diffamierungen gesellschaftlich durchgesetzt worden war. Über mehrere Tage und Nächte zerstörten Nazis und ihre Mitläufer gezielt und flächendeckend Häuser. Sie plünderten Geschäfte, setzen Wohnungen in Brand und vernichteten jahrhundertealte Kulturgüter mit und in den Synagogen. Sie verletzten und demütigten Nachbarn, Frauen, Männer, Kinder und alte Menschen, nur, weil diese Juden waren und nach der NS-Ideologie nicht reinpassten, nicht dazu gehörten und nicht erwünscht waren. Das hatte viel mit Neid, Missgunst und Vorurteilen zu tun. Und mit einer Partei, welche die Neidischen, Missgünstigen und Wütenden eingesammelt und deren Gefühle in eine menschenverachtende Politik umgeformt hat. Diese Politik war verantwortlich für den Tod von mehr als 6 Mio. Juden und Andersdenkenden, für Genozid und Vertreibung. Am 9. November gedenken wir der Entfesselung der Gewalt auf den Straßen mit einem klaren Nie wieder Faschismus! Unsere demokratische Verantwortung heißt Gedenken für die Menschlichkeit und gegen Gewalt. Heute mehr denn je.

Tamara Breitbach, SPD-Fraktion

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