Immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt teilen ihre freie Zeit, um Verantwortung für anderen zu übernehmen. In den vergangenen drei Jahren haben Triererinnen und Trierer – ohne bis dahin klassisches, traditionelles Ehrenamt – Geflüchtete in unserer schönen Stadt aufgenommen und bei der Integration unterstützt. Dazu haben Ehrenamtsagentur und Diakonisches Werk in 13 Schulungsreihen 231 ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterinnen und -begleiter qualifiziert. Das ist eine beeindruckende Zahl!

Darauf wollen wir aufbauen. Denn auch außerhalb des Bereichs „Flucht und Asyl“ gibt es Hilfe- und Unterstützungsbedarf in unterschiedlichen Alltagsfragen und schwierigen Lebenssituationen.

Unser Hilfesystem ist vielfältig: Sozialamt, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Familienhilfe, Schuldnerberatung, Pflegestützpunkte und vieles mehr. Die Vielzahl an Ämter und Institutionen und ihre Aufgaben sind nicht immer durchschaubar. Welche Unterstützung steht mir zu? Wo kann ich welche Anträge für welche Leistung stellen?

Durch verschiedene, aufbauende Module in einer Schulungsreihe sollen Sozialpatinnen und -paten als Wegweiser im Hilfesystem befähigt werden. So könnten die ehrenamtlichen Lotsen unter anderem bei der Vermittlung an die richtigen Ämter und weitere Anlaufstellen, dem Verstehen und Ausfüllen von Anträgen und der Begleitung zu Ämtern und Fachstellen unterstützen.

In der Stadtratssitzung am 6. November wollen wir die Verwaltung beauftragen, dazu ein Konzept zu entwickeln. Unser Ziel ist es, dass die erste Schulungsreihe für Sozialpatinnen und -paten im Sommer 2019 beginnt.

Nik Stöckle-Jacob, SPD-Stadtratsfraktion

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