Treffen Menschen in Trier aufeinander, gibt es ein Thema, dass sie schnell miteinander ins Gespräch bring: Den Straßenverkehr. Baudezernent Ludwig hat vergangene Woche sein Langzeitkonzept mit den geplanten Maßnahmen Aulbrücke, Stadtumbau West, Verkehrskonzept Trier-Nord und Umgestaltung Bahnhofsumfeld vorgestellt.

Es stellt sich nun die Frage: Ist das jetzt der große Wurf oder (mal wieder) nur ein Spiel auf Zeit? In der Vergangenheit wurden häufig Maßnahmen angekündigt, die die Verkehrsprobleme lösen sollten, aber viele davon wurden dann aufgrund von auftretenden Schwierigkeiten immer weiter in die Zukunft geschoben.

Als ein Beispiel sei hier der Moselbahndurchbruch genannt, für den die fertigen Pläne bereits im Bauausschuss vorgestellt worden sind, der aber seit Jahren wieder und wieder verschoben wird. Die jüngste Erklärung aus dem Baudezernat dafür war, dass zuerst das Knotenpunktproblem an der Kreuzung Wasserweg/Metternichstraße/Avelsbacherstraße gelöst werden muss damit hier kein Verkehrs-Kollaps entsteht.

Der vom Baudezernenten vorgestellte Masterplan beinhaltet gute Lösungen, ist aber zeitlich, sowie planerisch sehr ambitioniert. Gibt es nur die kleinste Störung, z.B. durch Personalausfall oder beim Beantragen der Fördermittel, kann der Zeitplan nicht eingehalten werden. Dies wäre beispielsweise bei der Aulbrücke in Verbindung mit dem Baugebiet Brubach fatal. Auch dürfen die anderen, schon geplanten Maßnahmen, die im Masterplan nicht aufgeführt werden, wie z.B. die Sanierungsmaßnahmen in Ehrang oder der Ausbau der Eltzstrasse nicht vernachlässigt und dadurch noch weiter nach hinten geschoben werden.

Man wird sehen, wie die Menschen, die 2028 in Trier aufeinander treffen die eingangs gestellte Frage beantworten: Große Lösung oder Spiel auf Zeit?

Stefan Wilhelm, Mitglied im Dezernatsausschuss IV

2 Kommentare zu “Straßenbau: Fortschritte verlangt!

Ida

Straßenbau und Sanierungsmaßnahmen sind sehr wichtige Themen für die Städte. Ich hoffe dass die Fördermittel in Deutschland stets gegeben sind um die Städte zu sanieren und auch sicher zu machen durch die Sanierung von Straßen und Plätzen.

Ternes

Als Konzer, der zur Arbeit, kaufen und zu kulturellen Veranstaltungen nach Trier fährt, wäre ein tragfähiges Verkehrssystem für Trier wünschenswert. Leider geht dies aus meiner Sicht nicht, ohne dass man den Verkehr in Trier durch den lange notwendigen Moselaufstieg entlastet! Also bitte auch hier tätig werden!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir behalten uns die Nicht-Veröffentlichung nach redaktioneller Prüfung vor.
*Wir werden nur Kommentare mit vollständigem Namen veröffentlichen.
Freiwillig. Wird zusammen mit Ihrem Namen angezeigt.