„Die Neustraße ist seit Langem die Einkaufsstraße in Trier mit der größten Beliebtheit. Dies liegt an der hohen Dichte an inhabergeführten, qualitativ hochwertigen Geschäften, einer sehr lebendigen Gemeinschaft mit ihren Aktivitäten zur Belebung der Straße und dem wichtigen gastronomischen Angebot. Die Entwidmung von Parkraum im vorderen Teil der Straße war ein echter Gewinn, entgegen mancher Bedenken von Geschäftstreibenden im Vorfeld. Den unteren Teil sollten wir nun ebenfalls nachziehen, um hier eine Stärkung der Geschäftstreibenden in dieser hochfrequentierten Straße zu erreichen“, erklärt Rainer Lehnart, Sprecher für Mobilität und Stadtentwicklung, die Initiative der SPD Fraktion, die Neustraße zur Fußgängerzone auszuweisen.

Die SPDFraktion führte im Vorfeld dieses Antrags, der im Stadtrat am 19.Juni zur Beschlussfassung stehen wird, mehrere Gespräche mit Gewerbetreibenden und der IG Neustraße. Dabei kristallisierte sich eine überwiegend dem Ansinnen offene Stimmung heraus, wenn auch vereinzelt durchaus noch Bedenken bestehen. Daher beinhaltet der Antrag auch eine Evaluierung nach zwei Jahren. „Eine Hängepartie können wir uns aber nicht leisten. Es muss Klarheit her, um in der Debatte für starke Innenstädte ein klares Signal zu setzen. Nicht immer nur reagieren, sondern selbst aktiv werden ist die bessere Devise“, ergänzt der Sozialdemokrat Lehnart.

„Wir wollen diesen Schritt jetzt gehen, da wir sicher sind, dass der Anteil an TouristInnen in unserer Stadt weiter zunehmen wird und die Neustraße immer stärker von Fußgängern belebt wird. Noch dazu tragen die Gastronomie und die Angebote der Geschäfte dazu bei, dass sich insbesondere Familien verhältnismäßig stark zur Kundschaft zählen und auch den Flair dieser Straße mit prägen. Mit den Schülerinnen des AMG zusammen wird dadurch auch eine besondere Gefahrensituation immer häufiger beobachtbar, da insbesondere das steigende Aufkommen an Wildparken und Rasern in der Neustraße gefährlich ist. Daher braucht es hier eine Regelung im Sinne eines starken Handels, einer lebenswerten Innenstadt und sicheren Verkehrs“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Sven Teuber die vielfältigen Gründe für den Antrag.

Die SPD Fraktion sieht durch die klare Regelung für den Lieferverkehr in Fußgängerzonen und auch die Zufahrts-Möglichkeiten für BewohnerInnen genügend Spielraum für berechtigte Interessen der BewohnerInnen und AnliegerInnen.
Zusätzlich regen die SozialdemokratInnen im Trierer Stadtrat an, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem Angela Merici Gymnasium und den BewohnerInnen Modelle des Urban Gardening im Einklang mit einer erweiterten Außengastronomie gemeinsam gestalten. Hierdurch könnte eine Begrünung und eine weitere Aufwertung des Lebensraums auch in Kombination mit dem Schulalltag lebensnah erfahren werden.

Trier, den 11.6.2018

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